Infrastruktur "Straßen" in Nordfriesland

Ohne intakte Infrastruktur gibt es auch keine sich weiterentwickelnde Wirtschaft. Unter dem Titel "Politische Reise von Schlagloch zu Schlagloch: Landesstraßen werden immer maroder" wird das Thema der schlechten Straßen auch in Nordfriesland angerissen.

Der Artkel vom 15. August 2014 der Husumer Nachrichten folgt hier:

Politische Reise von Schlagloch zu Schlagloch: Landesstraßen werden immer maroder
Nordfriesland

Ortstermin für Christdemokraten: Der Landtagsabgeordnete Klaus Jensen und der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete für Nordfriesland und Dithmarschen-Nord, Ingbert Liebing, trafen sich an der L 281 zwischen Löwenstedt und Haselund, um sich gemeinsam mit dem Kreistagsabgeordneten Florian Lorenzen einen Eindruck vom Sanierungsbedarf dieser Landesstraße zu verschaffen.

In Schleswig-Holstein müssten derzeit 32 Prozent aller Landesstraßen dringend erneuert werden, hielten die Politiker fest. „Auf mehr als 1100 Kilometern der Straßen in Schleswig-Holstein – das ist so weit wie von der dänischen bis an die italienische Grenze – haben es die Autofahrer mit schlechtem Untergrund und Schlaglöchern zu tun“, kritisierte Klaus Jensen.

In Nordfriesland ist es besonders schlimm um den Zustand der Landesstraßen bestellt, erklärte Ingbert Liebing. In den nächsten drei Jahren werde sich dieser Zustand nicht wesentlich ändern, da für Nordfriesland im Erhaltungsplan des Landes nur einige Teilstrecken auf Landesstraßen für eine Sanierung vorgesehen seien. Klaus Jensen: „In Schleswig-Holstein fehlen für Reparaturen im Moment jedes Jahr elf Millionen Euro, denn die rot-grün-blaue Landesregierung stellt nur 25 Millionen Euro zur Verfügung. Allein um den derzeitigen schlechten Zustand der Landesstraßen zu erhalten, ist es notwendig, jährlich 36 Millionen Euro zu investieren. Die Landesstraßen so zu sanieren, dass sie dem guten Niveau von 1990 entsprechen, würde über einen Zeitraum von zehn Jahren jeweils 90 Millionen Euro jährlich kosten.“

„Die Landesregierung tut wirklich alles, um die Infrastruktur in unserem Land noch weiter zu schwächen. Nicht nur, dass nicht ausreichend Mittel für die Landesstraßensanierung bewilligt werden, nein – auch bei der Verteilung der vom Bund zur Finanzierung des Gemeindeverkehrs zur Verfügung gestellten Mittel werden die Prioritäten falsch gesetzt“, moniert der CDU-Kreisvorsitzende Liebing. So werde der Neubau von Straßen gar nicht mehr gefördert, und für die Sanierung gälten geringere Quoten. Der Anteil des Bundes bleibe zwar der gleiche, „aber das Land gibt das Geld für andere Dinge aus“.
hn

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